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NRZ: Münteferings letztes Hurra

    Essen (ots) - Unfähig zu Selbstkritik und ohne Gespür für die Stimmung in der Partei, steht Müntefering zur Zeit auf verlorenem Posten. Zustimmung kommt nur noch von der dritten Garnitur. Die Mehrheit der Sozialdemokraten steht hinter ihrem Vorsitzenden. Kurt Beck hat endlich seine Duldungsstarre überwunden und entwickelt Initiative und Profil. Offenbar hat er erkannt, dass die SPD nur als Partei der sozialen Gerechtigkeit aus dem Umfragetief kommt. Deshalb gehört die ungeliebte Agenda 2010 auf den Prüfstand. Wenn er in dieser Sache tatsächlich einen Grundsatzkonflikt riskiert, wird er zum zweiten Mal von seiner Partei übertrumpft werden. Nach der schmerzhaften Niederlage gegen das ewige Talent Andrea Nahles, die ihm den Vorsitz vermiest hatte, wird Müntes Methode "Helm auf und durch", wieder nicht zum Sieg führen. Im Gegenteil: mit Müntefering zieht nicht die neue Zeit. Er steht für eine Politik die den Kontakt zu den Bürgern verloren hat. Sollte auch die Partei ihm die Gefolgschaft versagen, wäre seine Glaubwürdigkeit als Vizekanzler dahin.

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