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Westfalenpost: Von gestern
Kommentar von Martin Korte zum Thema Diesel/E-Mobilität

Hagen (ots) - Ist das noch eine Warnung oder schon ein Erpressungsversuch? Volkswagen-Chef Diess sagt den Abbau von 100 000 Arbeitsplätzen im VW-Konzern voraus, sollten die verschärften Kohlendioxid-Vorgaben der EU Realität werden. Und überhaupt: E-Autos, die von schmutzigem Kohlestrom angetrieben würden, seien aus Sicht des Klimaschutzes ein Witz. Gut, bei dem letzten Argument liegt er inhaltlich nicht ganz falsch. Trotzdem fährt sein Unternehmen, das uns den ganzen Abgasskandal schließlich erst eingebrockt hat, ein gigantisches Ablenkungsmanöver. Diess weiß ganz genau, dass zum Beispiel China E-Autos per Quotierung und Subventionierung millionenfach in den Markt schiebt. Natürlich will VW dort mitmischen - ohne sich dafür zu interessieren, wie im Reich der Mitte der Strom erzeugt wird. Deutschland gibt bei der Zukunft der Mobilität längst nicht mehr die Richtung vor. Auch Verkehrsminister Scheuer ist ein Mann von gestern: Er lehnte im Bundestag Bußgelder für die Hersteller mal wieder ab. Das Anbiedern an die Konzerne bringt nichts. Für Kohlendioxid-Strafzahlungen ist Brüssel zuständig.

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