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Westfalenpost: Klimakanzlerin Merkel?

Hagen (ots) - Eine Überraschung ist das nicht: Deutschland wird sein selbst gestecktes Klimaziel ziemlich deutlich verfehlen. Die Vorbild-Funktion für andere Länder ist damit futsch. Und wer regt sich hierzulande darüber auf: niemand! Der Klimaschutz ist auf der politischen Agenda in den Hintergrund gerückt. Das liegt einerseits daran, dass ihm andere wichtige Probleme wie Migration, Nordkorea, Erdogan und Trump den Rang ablaufen. Andererseits ist die miserable CO2-Bilanz selbstverständlich auch auf Versäumnisse der Bundesregierung zurückzuführen. Es gab Zeiten, in denen Angela Merkel als "Klimakanzlerin" bezeichnet wurde. In Wirklichkeit war sie das nie. Merkel hielt und hält fleißig Reden, wie wichtig doch der Kampf gegen die globale Erwärmung ist, mit dem Herzen aber war und ist sie nicht bei der Sache. Sonst würde sie den Bedenkenträgern nicht so viel Spielraum geben. Am Ende aber macht der Klimawandel keine Kompromisse. Bei der Digitalisierung ist es übrigens ähnlich. Merkel betont immer wieder, wie wichtig das Thema für unser Land ist, wirklich Ahnung hat sie davon aber nicht. Ihr Werben wirkt unglaubwürdig. Wenn sie diese beiden Zukunftsthemen in den Sand setzt, ist ihre Kanzlerschaft gescheitert.

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