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Westfalenpost: Superblitzer/Sauerlandlinie

Hagen (ots) - Das ist  leicht und schnell verdientes Geld für die Stadt. Buchstäblich. Jeder Autofahrer, der sich auf der A 45 vor der Lennetalbrücke Richtung Frankfurt nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält, hilft Hagen ein Scheinchen weit aus seiner Finanzklemme. Ein echter Kassenschlager. Geld, das die Kommune bitter nötig hat. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt hier bei 7532 Euro. Dass die Mehrzahl der Autofahrer es also gut mit Hagen meint, glaubt aber nur der, der davon ausgeht, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Mitnichten. Es sind die Raser, die trotz mehrfacher Hinweise auf die Radarkontrolle den Fuß nicht vom Gas nehmen können und andere gefährden. Vor einer Baustelle, die erfahrungsgemäß Unfallschwerpunkt ist. Dass sie Abzocke schreien, gehört dazu. Temposündern ist anders nicht beizukommen. Dass mit einem Blitz neben der verkehrserzieherischen Wirkung die Kassenlage der Stadt aufgebessert wird, ist geradezu genial. So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ein guter Blitzer auf der Sauerlandlinie? Ja. Es gibt auch schlechte, an gut ausgebauten Aus- und Einfallstraßen. Geldschneiderei. Das macht wütend. Was dagegen hilft? Nicht viel: nur die vorgeschriebene Geschwindigkeit.

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