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Westfalenpost: Westfalenpost zur Sterbehilfe für Minderjährige

Hagen (ots) -

Die Debatte über eine mögliche Sterbehilfe für Minderjährige rückt in einen neuen Grenzbereich vor, über den sich wohl die meisten von uns bislang gar keine Gedanken gemacht haben. Gottlob wohl nicht machen mussten. Spätestens mit dem jetzt in Belgien auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf ist aber ein entsprechend notwendiges Nachdenken in der Welt.

Mit der neuen Regelung stellt sich Belgien einmal mehr an die Speerspitze eines vermeintlichen Fortschritts der Zivilisation, der in Wahrheit jedoch ein infamer Angriff auf die ethisch-christlichen Grundwerte des Lebens ist. Unter dem Deckmäntelchen, Leid, Schmerz und Elend abwenden, beziehungsweise verkürzen zu wollen, werden juristische Tatbestände geschaffen, die die Sterbehilfe gesellschaftlich salonfähig machen. Dabei steht die eigentliche Frage, wie aus unerträglichen Schmerzen ein würdevolles Leben gewandelt werden kann, überhaupt nicht mehr im Fokus.

Der Begriff des "unwerten Lebens" rückt fast sieben Jahrzehnte nach dem so unheilvollen "Tausendjährigen Reich" gefährlich dicht zurück in unser Bewusstsein. Es gilt, das Beispiel Belgiens zu brandmarken: als die Bankrotterklärung einer Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, Verantwortung für die Schwächsten zu übernehmen.

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