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NOZ: Ärztekammer: "Offensichtlich spielt Patientensicherheit für Spahn keine Rolle"

Osnabrück (ots)

Ärztekammer: "Offensichtlich spielt Patientensicherheit für Spahn keine Rolle"

Vizepräsidentin Martina Wenker kritisiert Vorschlag des Bundesgesundheitsministers zu Impfungen in Apotheken

Osnabrück. Die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Martina Wenker, lehnt den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), künftig in Apotheken impfen zu lassen, strikt ab. "Das ist gar keine gute Idee", sagte Wenker, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich bin schon sehr erstaunt, dass ausgerechnet ein Bundesgesundheitsminister eine solche Idee hat. Offensichtlich spielen für Herrn Spahn in diesem Zusammenhang weder Patientenschutz noch Patientensicherheit eine Rolle." Apotheker hätten Impfen nicht gelernt, Ärzte schon. Und selbst wenn man in einer Viertelstunde lernen könne, eine Spritze zu setzen, könnten nur Ärzte die Impfverantwortung übernehmen, Indikationen und Kontraindikationen stellen, aktuelle Erkrankungen feststellen und Impfreaktionen behandeln. Die Apotheker selbst halten sich zurück: Minister und Apotheker seien im Gespräch über flächendeckende Arzneimittelversorgung, faire Wettbewerbsbedingungen und darüber, wie man das Potenzial der Apotheken noch besser nutzen könne, sagte der Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Reiner Kern der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Dabei geht es auch um vorsorgeorientierte Dienstleistungen, die Versorgungsdefizite beheben und die Situation der Patienten verbessern können. In diesem Kontext ist auch das Stichwort Impfen gefallen." Versorgungsdefizite gebe es aber eher in anderen Bereichen, etwa bei Betreuung von Patienten, die dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen müssen. Der Bundestag ist bei diesem Thema gespalten: Während sich Union und Grüne mit der Idee unter bestimmten Bedingungen anfreunden könnten, lehnen Linke, FDP und AfD den Vorstoß ab. Die SPD könnte sich Impfungen in der Apotheke vorstellen, verweist aber darauf, dass die Apotheker dies nicht aktiv verfolgten.

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