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06.10.2017 – 05:00

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: SPD-Landeschef Stephan Weil hält an Martin Schulz fest

Osnabrück (ots)

SPD-Landeschef Stephan Weil hält an Martin Schulz fest

Niedersachsens Ministerpräsident lobt "Integrationskraft" des SPD-Bundesvorsitzenden

Osnabrück. Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzender Stephan Weil hält Martin Schulz weiter für den richtigen SPD-Bundesvorsitzenden. Schulz verfüge über "eine bemerkenswerte Integrationskraft" und werde "von sehr vielen SPD-Mitgliedern auch emotional getragen", sagte Weil in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Auch vom Ausgang der niedersächsischen Landtagswahl am 15. Oktober erwartet sich Weil keine Auswirkungen. "Eine Zukunft von Martin Schulz in der SPD ist meines Erachtens unabhängig von den Niedersachsenwahlen sicher", sagte Weil. Auch sei Schulz nicht der falsche Kandidat gewesen. "Ich halte diese Diskussion um den Spitzenkandidaten nach einer verlorenen Bundestagswahl für absolut oberflächlich. Für die SPD war das die dritte herbe Wahlniederlage in Folge und wenn man die Bundestagswahl 2005 hinzu zählen würde, sogar die vierte. Das spricht dafür, dass die SPD wesentlich tiefer liegende Themen zu bearbeiten hat als den jeweiligen Spitzenkandidaten." Weil geht davon aus, dass die SPD bei der Landtagswahl weit besser abschneiden wird als bei der Bundestagswahl. In jüngeren Umfragen liegen die Partei von Weil und die CDU des Herausforderers Bernd Althusmann etwa gleichauf.

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Weil hält sich rot-rot-grüne Koalition offen

Niedersachsens Ministerpräsident: Ich leide nicht unter Ausschließeritis

Osnabrück. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält sich eine rot-rot-grüne Koalition nach der Landtagswahl am 15. Oktober weiter offen. "Ich leide nicht unter Ausschließeritis", sagte Weil in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Allerdings sehe er seinen "politischen Ehrgeiz darin, dass die Linke nicht in den niedersächsischen Landtag kommt", ergänzte Weil. Dies sei "das glatte Gegenteil von Rot-Rot-Grün." Bereits bei der Landtagswahl 2013 habe diese Strategie geklappt. "Ich bin zuversichtlich, dass das auch 2017 gelingen wird", sagte der SPD-Landesvorsitzende. Er habe für die niedersächsische SPD den Anspruch, eine "profilierte sozialdemokratische Politik zu betreiben". Demnach könnten Wähler, denen an Gerechtigkeit und Solidarität gelegen sei, "guten Gewissens" SPD wählen. Linken-Chef Bernd Riexinger hatte zuvor Weil vorgeworfen, die Linken zu "dämonisieren". In einigen Umfragen hätte Rot-Rot-Grün bei Einzug der Linkspartei in den Landtag eine rechnerische Mehrheit.

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