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Neue OZ: Kommentar zu Theater

Osnabrück (ots) - Europa ohne Grenzen

Letztes Jahr der Bachmann-Wettbewerb, dieses Jahr das Burgtheater, und nächstes Jahr womöglich die Salzburger Festspiele? Nun, so weit wird es wahrscheinlich, hoffentlich!, nicht kommen. Aber pfleglich geht Österreich derzeit nicht mit seinen kulturellen Aushängeschildern um.

Nun gehen uns die Angelegenheiten unserer Nachbarn herzlich wenig an. Doch die Auswirkungen der österreichischen Kulturpolitik treffen auch uns. Die "Burg" zum Beispiel ist eines der wirkungsmächtigen Häuser des deutschsprachigen Theaters, das zeigen allein die Werdegänge der letzten drei Intendanten. Unter künstlerischen Aspekten spielen Staatsgrenzen eine untergeordnete Rolle.

Bemerkenswert bei der ganzen Causa ist der geringe Anteil der Kulturausgaben am österreichischen Bruttoinlandsprodukt. Trotzdem wurde das Budget eingefroren, mit dem Effekt, dass ganze Einrichtungen in Gefahr geraten. Der Spareffekt ist minimal, und das kennen wir nun zur Genüge. Kulturfinanzierung überwindet offenbar auch Grenzen.

Ralf Döring

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