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Neue OZ: Kommentar zu Monika Grütters

Osnabrück (ots) - Es lebe die Hochkultur

Wer ist Monika Grütters? Jenseits der Berliner Stadtgrenzen hat man von der CDU-Politikerin noch nicht viel mitbekommen. Doch was man über sie hört, prädestiniert sie ausdrücklich für das Amt der Kulturstaatsministerin: Sie verbindet politischen Pragmatismus mit bürgerlicher Bildung. Wie die Schnittmenge aus Julian Nida-Rümelin und Bernd Neumann.

Der Bremer CDU-Mann hat sich wirkungsvoll für kulturelle Dinge eingesetzt, hat geholfen, wo er helfen konnte, und durfte. Als Indiz für den Stellenwert, den er dem Amt so verschafft hat, mag allein die Tatsache gelten, dass mit Johanna Wanka ein politisches Schwergewicht als Nachfolgerin gehandelt wurde.

Mit Monika Grütters dürften sich die Akzente in der Bundeskulturpolitik nun sanft verschieben: von Neumanns Lieblingskindern Film und Netzkultur hin zu den klassischen Kultursegmenten. Gleichzeitig deutet sie an, wo sie die meisten Akzente setzen wird: in der Bundeshauptstadt. Klar: Die föderalen Strukturen setzen der Förderung in der Fläche Grenzen. Aber innerhalb dieser Grenzen die Kooperation mit den Ländern zu definieren, das war ein Verdienst Neumanns. Monika Grütters wird auch daran gemessen werden.

Ralf Döring

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