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Neue OZ: Kommentar zu PID

Osnabrück (ots)

Über den Wert des Lebens

Präimplantationsdiagnostik (PID), Abtreibung, Sterbehilfe - mit wenigen Themen tut sich der Gesetzgeber so schwer wie mit jenen, die Beginn und Ende des Lebens betreffen. Was einst allein die Natur entschied, liegt heute im Einflussbereich des Menschen - und stellt sowohl die Politik als auch jeden Einzelnen vor existenzielle Fragen, die mit großer Behutsamkeit diskutiert werden müssen.

Das hat der Bundestag getan, bevor der Bundesrat nun über die neue Verordnung zur PID abgestimmt hat. Nach dem Ja der Länder wird es künftig in Deutschland erlaubt sein, künstlich erzeugte Embryonen auf genetische Defekte hin zu untersuchen.

Gerade weil die Medizin inzwischen sehr viel ermöglichen kann, sind genaue Grenzen notwendig. Es muss sich zeigen, ob diese im Fall PID konkret genug formuliert sind. Denn die Gefahr einer Fehlgeburt steigt zum Beispiel auch, je älter eine Frau ist. Niemals darf die umstrittene Diagnostik zur Routine werden.

Begrüßenswert ist es, dass nun Rechtssicherheit für Ärzte und Eltern herrscht. Wie in der Debatte über Sterbehilfe schwebt aber weiter die Frage über der neuen Verordnung, ob ein Mensch darüber entscheiden darf, inwieweit ein Leben lebenswert ist. Denn trotz aller Einschränkungen: Bei der PID wird menschliches Leben vernichtet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Auch wenn Ehepaaren so eine Entscheidung sicher schwerfällt, ist sie dennoch eine Selektion.

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