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Neue OZ: Kommentar zu Bettina Wulff

Osnabrück (ots)

Opfer können sich wehren

Gerüchte lassen sich schlecht wieder einfangen. Gerade Prominente haben darunter zu leiden. Und die Gefahr, dass unabhängig vom Wahrheitsgehalt immer etwas hängen bleibt, besteht. Was tun?

Bettina Wulff hat mutig gehandelt. Mit ihrer Offensive ist sie ein Risiko eingegangen: Wer von den seit Langem gestreuten Gerüchten über ihre angebliche Rotlicht-Vergangenheit noch nicht wusste, kennt sie spätestens jetzt.

Doch die Frau des früheren Bundespräsidenten ist richtig vorgegangen, zumal sich die Behauptungen hartnäckig hielten. Hier zeigen sich die dunklen Seiten des Internets. Es bietet generell zwar viele Vorteile, aber die Anonymität macht Rufmord in diesem Ausmaß erst möglich. Jetzt steht fest, dass die 38-Jährige grundlos diffamiert wurde.

Kontraproduktiv war Bettina Wulffs Vorgehen daher keineswegs. Das belegen die Unterlassungserklärungen, die Blogger und Medien abgegeben haben. Damit dürften die Unterstellungen über ihr angebliches Vorleben aus der Welt sein. Und neue Gerüchte zu ihrem Privatleben, die es bereits gibt, erst gar nicht übers Netz verbreitet werden. Der Fall zeigt: Opfer können sich gegen Gerüchte im Internet juristisch erfolgreich wehren.

Spannend bleibt, ob sich Bettina Wulff gegen Google durchsetzen kann und der Internet-Konzern Begriffe bei der Auto-Vervollständigung streichen muss. Eine sehr knifflige Grundsatzfrage. Sie wird nicht allein die Juristen noch intensiv beschäftigen.

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