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Neue OZ: Kommentar zu Google-Books

Osnabrück (ots) - Wettbewerb um faire Konditionen

Es klang nach einer wohltätigen Idee: vergriffene und ältere Bücher Lesern weltweit auf digitalem Wege bei Google-Books wieder zugänglich zu machen. Daraus wird so nichts: Die digitale Bibliothek des Internet-Branchenriesen könnte lückenhaft bleiben - und das ist derzeit gut für alle Autoren. Fremdes Eigentum ungefragt zu entwenden ist Diebstahl. In der realen wie virtuellen Welt. Fremdes Eigentum ungefragt zu nutzen, nachdem man einmalig einen Betrag hinterlegt hat, macht die Sache nicht besser. Es bleibt eine dreiste Aneignung fremden Besitzes. Nichts anderes war der ursprüngliche Vergleich, den der Branchenriese Google mit den US-Autoren und Verlagen geschlossen hatte. Das Urteil gegen diesen Vergleich stärkt das Urheberrecht. Die gerichtliche Auseinandersetzung war aber vor allem ein Muskelspiel um die Chancengleichheit der Internet-Mitbewerber. Die Lücke, die sich bei Google-Books vielleicht auftut, kann nun von demjenigen geschlossen werden, der Autoren faire Konditionen bietet. Dieser Wettbewerb ist eröffnet.

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