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Neue OZ: Kommentar zu Japan
Walfang

Osnabrück (ots) - Tapfere Öko-Krieger

Wer sich die dramatischen Videos von Greenpeace und Sea Shepherd im Kampf gegen die Walfänger auf hoher See anschaut, bekommt ein Gefühl für die enorme Risikobereitschaft der Natur- und Tierschützer. Trotz ihrer schnellen Boote bringen sich die Öko-Krieger stets in große Gefahr, gerammt oder durch hohen Wellenschlag zum Kentern gebracht zu werden. Auf Attacken mit Wasserwerfern stellen sie sich von vornherein ein.

Dass die massiven Störmanöver von Sea Shepherd nun Japan in die Knie zwingen, ist ein erfreulicher Sieg Davids gegen Goliath. Wie gesagt: Erreicht wurde er nicht mit demokratisch geduldeten Unmutsäußerungen wie Unterschriftenlisten oder Demos mit Trillerpfeifen. Der Erfolg gebührt den wagemutigen Aktivisten vor der Antarktis.

Hinzu kommt freilich, dass die Walfang-Unternehmen, die offiziell nur "im Dienste der Wissenschaft" die großen Meeressäuger töten dürfen, auch in ihrer Heimat immer mehr Widerstand verspüren. In Japan stimmen die Walfang-Gegner ganz demonstrativ mit ihrer Appetitlosigkeit ab, sie essen einfach weniger von den weltweit umstrittenen Produkten. Die Folge: In den Kühlhäusern stapeln sich bereits mehr als 5000 Tonnen Walfleisch. Sollte sich dieser Trend verstärken, müssen die Tierschützer vielleicht schon bald nicht mehr ihr Leben riskieren.

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