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Neue OZ: Kommentar zu Kabinett
Kinder
Lärm

Osnabrück (ots) - Überfällige Anerkennung

Jetzt ist es offiziell: Kinder dürfen laut sein. Die angestrebte Änderung im Bundes-Immissionsschutzgesetz ist die Anerkennung einer Tatsache, die überfällig war. Denn: Kindergeschrei mit Industrielärm gleichzusetzen, wie zuvor geschehen, ist nichts anderes als eine Diskriminierung der Kleinen. Dass eine Neuregelung von allen Seiten derart gelobt wird, ist eine Ausnahme. Sogar die Senioren-Union, deren Vize noch heftige Kritik an der Initiative geäußert hatte, stimmt jetzt ein in das Lied für eine kinderfreundliche Gesellschaft. Und nicht nur das. Der Appell des Bundesvorsitzenden für Solidarität zwischen den Generationen, die "nötigenfalls erlernt werden muss", soll, so scheint es, weitere Vorbehalte gar nicht erst aufkommen lassen. Gut so. Der richtige Weg ist eingeschlagen.

Leider musste es erst vermehrt zu Klagen gegen Kindertageseinrichtungen in Wohngebieten kommen, bis Politiker etwas unternommen haben. Immerhin in dieser Hinsicht gibt es jetzt mehr Rechtssicherheit. Nicht nur die Familien, auch die Städte und Gemeinden wird dies freuen. Schließlich müssen sie bis 2013 das Betreuungsangebot für Kleinkinder deutlich ausbauen. Klagen gegen neue Kindertagesstätten hätten hier sehr hinderlich sein können. Bedauerlich ist jedoch, dass die neue Lärmregelung nicht das private Spielen von Kindern einschließt. Hier sind Konflikte weiter programmiert.

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