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Neue OZ: Kommentar zu Libanon
Regierung

Osnabrück (ots) - Der nächste Krieg droht

Libanons prowestlicher Ministerpräsident Saad Hariri gehört zu den wenigen politischen Lichtgestalten im Nahen Osten. Dass seine Regierung nun gestürzt wurde, ist nicht seine Schuld. Die Hisbollah fühlt sich nach dem Libanonkrieg 2006 wieder stark genug, um ihre Macht weiter auszubauen.

Deshalb nehmen die Radikalislamisten den Streit über das UNO-Tribunal zur Aufklärung des Terroranschlags auf Hariris Vater zum Anlass, die 2009 aus der Not geborene Regierung der nationalen Einheit zu Fall zu bringen. Dass Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah das UNO-Gericht dabei als "zionistische Verschwörung" verunglimpft, zeigt einmal mehr seine gestörte Geisteshaltung. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er selbst an dem Mordkomplott 2005 beteiligt war.

Das neue Chaos ist Gift für den Frieden in Nahost. Es droht nicht nur eine neue Anschlagswelle innerhalb des Landes. Die Hisbollah und ihre Verbündeten könnten auch erneut einen Krieg mit Israel provozieren.

Aus Sicht Jerusalems stellen die Milizen der Hisbollah im Nachbarland quasi die erste iranische Brigade dar. Hinzu kommt die Hamas im Gazastreifen, die ebenfalls mit den Ajatollahs in Teheran verbündet ist. Zusammen mit Irans Atomprogramm ergibt dies eine Mixtur, die hochexplosiv ist.

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