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Neue OZ: Kommentar zu Film

Osnabrück (ots) - Falsche Spannung

Im Idealfall geht es im Agentenfilm spannend zu. Viel spannender als jeder Thriller war in den letzten Monaten allerdings die Sorge, ob und wann der neue Bond überhaupt entsteht. Die Schuldenlast, unter der das Studio Metro-Goldwyn-Mayer stöhnte, verzögerte den Drehstart auf ungewisse Zeit. Zum Unwillen nicht nur des Hauptdarstellers, sondern auch einer riesigen Fangemeinde.

Nun ist eine Lösung da, und alle können aufatmen. Die Spannung vor dem neuen Film richtet sich ab sofort wieder auf angenehmere Sujets - auf die Frage nach den Gadgets etwa oder auf die nach dem nächsten Bond-Girl. Was von der Zitterpartei bleibt, ist einmal mehr die Einsicht: Das Kino ist im Guten wie im Schlechten ein gemeinsames Kind von Kunst und Kommerz. Das war nie anders. Und doch konnte man am MGM-Debakel atemlos verfolgen, wie das große Geld sich selbst im Weg stand. Auf der Kippe stand mit dem neuen 007 - übrigens auch mit dem "Hobbit" - ja nicht irgendein Projekt, sondern eine sichere Geldmaschine. Es konnte sie nur keiner anschmeißen: weil das Geld fehlte.

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