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WAZ: Blutspendestreit in NRW spitzt sich zu: Blutkonserven könnten knapp werden

Essen (ots) - Eine überaus heftig geführte Tarifauseinandersetzung zwischen den DGB-Gewerkschaften Verdi und IG Metall und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) droht die Versorgung der Bevölkerung in NRW mit Blutkonserven zu blockieren. Weil die DRK-Tochterfirma "Blutspendedienst West eGmbH" aus der Sicht der Gewerkschaften Dumpinglöhne für ihre 900 Beschäftigten plant, wollen Betriebsräte vereinbarte Blutspendetermine in Großunternehmen stoppen.

Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgabe) ist dies in einem Fall bereits geschehen: Die Stadtwerke in Bielefeld haben einen für den November vorgesehenen Blutspendetermin abgesagt. Der Chef der IG Metall an Rhein und Ruhr, Oliver Burkhard, will die Gangart verschärfen: "Betriebsräte der Metallindustrie prüfen, inwieweit sie über die Absage von DRK-Blutspendeterminen mit darauf hinwirken können, dass für die Beschäftigten des DRK-Blutspendedienstes ein ordentliches Tarifniveau gesichert ist".

Der Tarifexperte Rudolf Hickel sagte der WAZ-Mediengruppe, das Vorgehen der Gewerkschaften sei "grenzwertig. Aber man kann dafür Verständnis haben. Es geht letztlich darum, dass eine gute Bezahlung auch gute Produkte möglich macht."

Firmensprecher Friedrich Ernst Düppe von "Blutspendedienst West" warnt dagegen: "Verdi spielt mit dem Feuer, beabsichtigt die Verknappung der Blutvorräte. Fehlende Blutkonserven aber gefährden Gesundheit und Leben von Patienten". Denn gerade die regelmäßigen Werks-Blutspenden erlaubten dem DRK, die Versorgung in vom Aufkommen her kritischen Zeiten aufrecht zu erhalten.

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