Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität
Rocker

Osnabrück (ots) - Kaum vorzeigbare Erfolge

Keine andere Szene scheint die Polizei derart herauszufordern wie die Hells Angels. Die Höllenengel flößen mit ihrer Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit vor staatlicher Ordnung Respekt ein - selbst der Polizei. Nahezu jede Aktion gegen die Rocker wird aus Vorsicht zum Großeinsatz. Der Erfolg des Konzepts muss aber hinterfragt werden: Obwohl Szene-Kenner einige Hells Angels sogar der organisierten Kriminalität zurechnen und die Polizei die Rocker mit zahllosen Straftaten in Verbindung bringt, scheint die Organisation unbeschädigt.

Der größte und mächtigste aller europäischen Klubs hat es geschafft, ausgerechnet in Niedersachsens Landeshauptstadt Fuß zu fassen. Im Hannoveraner Steintorviertel gelten die Hells Angels seit Jahren als unangefochtene Platzhirsche, dominieren die Ordnungsdienste, vertreiben in Klubs und Kneipen sogar ihre eigene Biermarke. Wenn trotz der strengen Aufsicht selbst die Polizei in Hannover davon spricht, dass durch die Dominanz der Rocker ein rechtsfreier Raum zu entstehen drohte, macht das Sorge. Insbesondere, weil in Hessen fünf teils hochrangige Beamte wegen der Zusammenarbeit mit den Rockern vom Dienst suspendiert worden sind. Die Großeinsätze der Polizei gegen die Höllenengel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Erfolge recht klein sind.

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