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Neue OZ: Kommentar zu Architektur
Frauenkirche

Osnabrück (ots) - Symbol mit Charme

Der Wiederaufbau der Frauenkirche hat vor Jahren ausgelöst, was bei der Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses so vollkommen fehlt: einen Enthusiasmus, der sich in einer beispiellosen Spendenkampagne manifestierte. Mit seinem eleganten Schwung avanciert der Dresdner Kuppelbau zum unbestrittenen Sympathieträger - und zum Symbol für die scheinbar mühelose Wiederauferstehung aus einem der fürchterlichsten Trümmerfelder des Zweiten Weltkriegs.

Dabei kommt es der Frauenkirche zugute, dass sie in mehreren Kontexten Symbolkraft entwickelt: als Touristenmagnet, Mittelpunkt der weltberühmten Stadtsilhouette, als Architekturwunder und Stadtkirche mit intensivem bürgerschaftlichen Leben. Die elegant geschwungene Kuppel setzt sich wirkungsvoll in Szene, ohne falschen Pomp auszustrahlen. Das Wunder einer ästhetisch gelungenen Gestalt kann hier in seiner reinsten Form bewundert werden.

Gleichviel. Das Gotteshaus und geheime Nationalsymbol Frauenkirche braucht weiter enthusiastische Spender. Die Chancen dafür stehen gut. Der Bau ist - anders als das künftige Berliner Schloss - eine rundherum charmante Erscheinung.

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