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Neue OZ: Kommentar zu Pakistan

Osnabrück (ots) - Gefahr für Europas Sicherheit

Die wichtigste Nachschubroute für die internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF steht seit Langem unter Beschuss. Nun droht sie gänzlich auszufallen. Das darf nicht passieren.

Pakistans Regierung muss sofort seine Grenzübergänge für die NATO wieder öffnen. So bedauerlich der tödliche Zwischenfall mit drei pakistanischen Soldaten ist: Der Krieg gegen Taliban und El Kaida erlaubt keine fahrlässigen Protestaktionen. Statt den beleidigten Boykotteur zu mimen, sollte die Regierung in Islamabad die Entschuldigung der NATO akzeptieren und endlich mehr gegen militante Fanatiker unternehmen. Ihre Gegner sitzen nicht in Washington, sondern im eigenen Land. Pakistan ist weiterhin Epizentrum des Terrors.

Gelingen hier nicht endlich Fortschritte, wird auch der Afghanistan-Krieg der NATO ein düsteres Ende nehmen. Ein in Europa ebenso unpopulärer wie umstrittener Konflikt, in dem bereits mehr als 2200 ISAF-Soldaten gefallen sind und der allein den deutschen Steuerzahler schon Milliarden gekostet hat. Das durch die Jahrhundertflut zusätzlich geschwächte Pakistan benötigt zügig eine starke Führung. Es käme dem Westen nicht ungelegen, wenn Ex-Präsident Pervez Musharraf aus seinem Londoner Exil nach Islamabad zurückkehren würde. Auch Dutzende deutsche Extremisten finden in Pakistan Unterschlupf. Die Terrorlager bedrohen nicht nur Pakistan. Sie gefährden auch Europas Sicherheit.

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