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Neue OZ: Kommentar zu Auto
VW
Seat

Osnabrück (ots) - Harter Kurs

Seit 24 Jahren bemüht sich der VW-Konzern, bei Seat in Spanien aufzuräumen und die Marke profitabel zu machen - bisher vergeblich. Schon Fiat hatte sich über Jahrzehnte abgestrampelt, seine vor 60 Jahren gegründete spanische Lizenzfertigung dauerhaft auf schwarze Zahlen zu trimmen - ebenfalls vergeblich.

Jetzt spricht Seat-Chef James Muir mutig aus, was die Spatzen seit Jahren von den Dächern pfeifen: Seat braucht dringend eine Sanierung und neue Varianten, die europaweit ankommen. Aufgewärmte Modelle wie den alten Audi A4 mit anderem Emblem als Seat-Exeo zu verkaufen bringt es auf lange Sicht nicht.

Der erfahrene Automanager Muir, als gebürtiger Brite mit jahrelanger Erfahrung bei Ford und Mazda ausgestattet, weiß, was zu tun ist - und er packt an. Schon kurz nach seinem Amtsantritt hat er sich allerdings durch die Kündigung von 330 "faulen" Mitarbeitern in Spanien den Zorn von Arbeitnehmervertretern und des Konzernmanagements zugezogen. Man kann gespannt sein, wie lange Wolfsburg diesen harten Kurs des neuen Seat-Mannes mitmacht. Nötig ist er, aber er schreckt potenzielle Kunden ab.

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