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Neue OZ: Kommentar zu Kirche
Mixa

Osnabrück (ots) - Schnelle Reaktion

Für vatikanische Verhältnisse hat Papst Benedikt XVI. erstaunlich schnell reagiert und das Rücktrittsangebot von Walter Mixa angenommen. Die rasche Ablösung des Augsburger Bischofs war für ihn eine Chefsache. Und sie war überfällig, unabhängig davon, ob die jüngsten Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs während Mixas Amtszeit in Eichstätt stimmen oder nicht.

Auch so lasten die Verfehlungen schwer auf der katholischen Kirche in Deutschland. Der Schaden ist groß, vor allem für die verunsicherten Gläubigen im gespaltenen Bistum Augsburg. Wäre Mixa nur einige Tage länger Bischof geblieben, hätte die öffentliche Diskussion über seine umstrittene Amtsführung zusätzlich den zweiten Ökumenischen Kirchentag in München überschattet. Nun ist es ein Vorteil für die katholische Kirche, eine erzkonservative Reizfigur weniger zu haben - einen Bischof, der in erster Linie mit provokanten Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Zugleich ist zu hoffen, dass Benedikt XVI. und seine Mitarbeiter im Vatikan aus dem Fall Mixa lernen und sich bei der Auswahl der Bischöfe nicht fast ausschließlich an der theologischen und kirchenpolitischen Nähe orientieren, ohne genügend auf die Lebensführung zu achten. Denn der Papst selbst war es, der Mixa von Eichstätt ins größere Bistum Augsburg versetzt hat.

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