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Neue OZ: Kommentar zu USA
Russland
Atomwaffen
Abrüstungsvertrag

    Osnabrück (ots) - Dreifacher Erfolg

    So ist's recht. Russland und die USA haben mit ihrer Einigung auf ein neues Abkommen zur Verringerung von Atomwaffen und ihrer weit reichenden Trägersysteme einen Dreifach-Erfolg erzielt. Der wirkt weit über diese beiden Länder hinaus.

    Zunächst resultiert aus einer Halbierung der Träger und dem Verschrotten fast eines Drittels der Sprengköpfe eine satte Friedensdividende. Allein für den Unterhalt ihrer strategischen Waffen geben die Amerikaner jährlich 4,5 Milliarden Euro aus. Obwohl sie etwa Flugzeugträger und geschützte Landfahrzeuge viel dringender brauchen als diese Waffen, deren Wirkung heillos überdimensioniert ist.

    Auf russischer Seite lasten die Nuklearstreitkräfte noch schwerer auf dem Verteidigungsetat. Schließlich setzt der Kreml seit Jahren auf die Modernisierung dieses Arsenals, aus dem er seine fortwährende Weltgeltung ableitet. Da ist jede Entlastung willkommen.

    Als Erfolg zu werten ist auch der Impuls für die Beziehungen beider Länder. Wo gemeinsame Interessen im Spiel sind, finden sie offenbar doch noch zusammen. Das ist der Punkt, an dem auch Deutschland und weitere Staaten ins Spiel kommen. Sie profitieren wie die Vertragspartner vom dritten Erfolg, der dem Abkommen entspringt: Es setzt ein starkes Signal an alle Länder, die nach Nuklearwaffen streben. Denn die finden dafür nun weniger denn je eine plausible Begründung.

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