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Neue OZ: Kommentar zu Rüstung
Streumunition
Verbot

Osnabrück (ots)

Der Trend macht's
Der Papst will es, die EU will es, die in der NATO Verbündeten - 
mit Ausnahme der Amerikaner - und viele andere wollen es auch. Jetzt 
ist es so weit: Das von 104 Staaten vereinbarte Verbot von 
Streumunition wird im Sommer greifen. Das ist ein schöner Erfolg in 
Sachen Abrüstung.
Der wird nur vordergründig davon getrübt, dass die 104 
Vertragspartner zusammen nicht einmal über ein Fünftel dieser Waffen 
weltweit verfügen. Denn entscheidend ist der Trend, den das Abkommen 
setzt. So waren Streubomben im Kalten Krieg noch allseits als 
Standard-Waffe gegen das schnelle Vordringen eines schwer gepanzerten
Feindes akzeptiert. Unter ganz anderen Bedingungen gelten sie heute 
weithin als Teufelszeug mit großer Terrorwirkung und kleinem Nutzen.
Sogar in solchen Ländern, die noch daran festhalten: Den Angriff 
2006 auf die Hisbollah im Südlibanon fanden viele Israelis richtig, 
aber nicht den Tod von rund 200 libanesischen Zivilisten nach 
Kriegsende durch Blindgänger israelischer Streumunition. Russland hat
2008 den - bewiesenen - Einsatz bestritten, der Kriegsgegner Georgien
ebenso. Was aber außer Schande wenig bringt, wird letztlich 
ausgemustert. Für die Streubomben baut der Ächtungsvertrag dazu 
Brücken - nicht zuletzt durch großzügige Übergangsfristen.

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Telefon: 0541/310 207

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