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Neue OZ: Kommentar zu Iran

    Osnabrück (ots) - Brutaler Stillstand

    Gesicherte Erkenntnisse gibt es so gut wie keine. Der Unrechtsstaat von Präsident Mahmud Ahmadinedschad verhindert eine unabhängige Berichterstattung. Dennoch oder gerade deswegen fällt es nicht schwer, der iranischen Opposition Glauben zu schenken. Wo ein blutüberströmter Mann vom Schauplatz der Unruhen getragen wird, muss Gewalt verübt worden sein. Wie viele Opfer zu beklagen sind, ist unklar.

    Scharfe Konturen haben dagegen die Verhältnisse im Land. Die Spirale der Gewalt schraubt sich immer schneller durch Teheran. Die Regierung unterdrückt jede abweichende Meinung, verharmlost die Wahlfälschung, lässt Stimmen des Ausgleichs wie die von Mussawi, Karrubi oder Chatami nicht zu Wort kommen. Die Wut der Grünen Bewegung mündet in Krawallen. Sie will gehört werden - zu Recht.

    Will Ahmadinedschad politisch überleben, was ihm nicht zu wünschen ist, muss er Protest zulassen, der Garde die Schießwütigkeit verbieten und die Opposition respektieren. Die Position des brutalen Stillstandes könnte eines Tages womöglich als Grundstein einer zweiten iranischen Revolution gelten.

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