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Neue OZ: Kommentar zu EU
Flüchtlinge

    Osnabrück (ots) - Nur weiter so

    Sie verdursten, verhungern, ertrinken: Immer mehr Flüchtlinge versuchen, illegal nach Europa zu kommen, und setzen sich auf dem Mittelmeer höchsten Gefahren aus. Es ist deshalb wichtig, neue legale Wege zu ebnen, wie es die EU jetzt plant. Ihr Programm zur Ansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge kann zumindest einen kleinen Beitrag zur Lösung dramatischer Probleme leisten.

    Der Plan ist umso erfreulicher, als die EU im weltweiten Vergleich hinterherhinkt. 65000 Flüchtlinge wurden im Jahr 2008 umgesiedelt, aber nur 4400 fanden eine Heimat in der Europäischen Union: kein Ruhmesblatt für die Europäer, die zu den reichsten Menschen der Erde gehören.

    Auch Deutschland muss mehr tun. Zwar beteiligt die Bundesrepublik sich maßgeblich daran, Irakern eine neue Perspektive zu geben. Doch sollte sie sich ein Beispiel an den zehn EU-Staaten nehmen, die schon jetzt regelmäßig Menschen aus Krisengebieten ansiedeln - und nicht nur von Fall zu Fall. Im Übrigen bleibt es ein Gebot der Stunde, die Ursachen für Fluchtbewegungen zu bekämpfen: durch politischen Druck, vor allem aber auch durch wirtschaftliche Zusammenarbeit. Denn nichts ist so nachhaltig wie Wandel durch Handel.

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