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Neue OZ: Kommentar zu Kriminalstatistik

Osnabrück (ots)

Keine Kurzschlüsse
Die Kriminalität in Deutschland ist auf dem Rückzug. Diesen 
Schluss legt die jüngste Statistik der Polizei nahe. Doch Vorsicht: 
Es wäre ein Kurzschluss. Denn so erfreulich die Zahlen sind, so wenig
sagen sie über das gesamte kriminelle Geschehen im Lande aus. Was der
Bundesinnenminister am Montag vorstellen wird, sind nur die von der 
Polizei registrierten Fälle. Hinzu kommen viele Straftaten, die 
Räuber und Diebe, Schläger und Betrüger im Verborgenen verüben.
Breit angelegte kriminologische Studien gehen davon aus, dass das 
Dunkelfeld gerade bei den häufigsten Straftaten des Alltags weit 
größer ist als das Hellfeld. Nur etwa jede vierte Körperverletzung 
wird der Polizei demnach bekannt, bei Einbruch oder Raub soll es rund
jede dritte Tat sein. Hell- und Dunkelfeld hängen zudem entscheidend 
davon ab, wie häufig die Opfer von Taten Anzeige erstatten. Gehen 
mehr Betroffene zur Polizei, steigt die registrierte Kriminalität und
umgekehrt.
Zwei eindeutige Botschaften hat die aktuelle Statistik aber 
gleichwohl: Bei Geschäften im Internet müssen die Bürger mehr denn je
wachsam sein, um professionellen Datendieben keine Chance zu geben. 
Und auch beim Besuch einer Bankfiliale sind Sorgfalt und ein 
kritischer Blick weiter dringend angebracht, damit nicht manipulierte
Geldautomaten zu Betrugsfallen werden.

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Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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