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Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien
Regierungskrise
Brown

Osnabrück (ots)

Labour ist ausgezehrt
Ein Gordon Brown kippt nicht um, nur weil ihm der Gegenwind ins 
Gesicht bläst. Der britische Premier ist Machtpolitiker genug, die 
Nerven in Krisen zu bewahren. Der Spesenskandal, die 
Kabinettsrebellion, die Schlappe bei der Europawahl und eine 
miserable Presse sind wahrlich alles andere als schön für Brown und 
seine Labour Party. Doch was ist die Alternative: Rücktritt und 
vorgezogene Neuwahl? Was hätte die Arbeiterpartei dadurch gewonnen? 
Nichts, außer den sofortigen Machtverlust.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Labour-Funktionäre 
nun ihren Premier demonstrativ beklatschen. Die Rebellen hat Brown 
zügig durch seine Zöglinge ersetzt, die ihrem Förderer auch die 
Schuhe putzen würden. Und den Übrigen dürfte aufgefallen sein, dass 
ein politischer Königsmord vielleicht wünschenswert wäre - für einen 
Neuanfang der Partei und wohl auch für das Land. Denn die Frage 
stellt sich, ob ein angeschlagener Brown Großbritannien durch die 
Weltwirtschaftskrise lenken kann. Doch wer könnte ihn beerben?
Labour - und das sagt viel über den ausgezehrten Zustand der 
Partei nach Jahren der Regierungsverantwortung - hat derzeit keinen 
Besseren. Brown hofft nun auf ein politisches Wunder, auf einen 
Stimmungsumschwung bis zur Wahl 2010. Die Konservativen sollten aber 
nicht glauben, sie hätten schon gesiegt.

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