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Neue OZ: Kommentar zu Schweden
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    Osnabrück (ots) - Keine Robin Hoods

    Sind sie die Robin Hoods des Internets? Wenn es nach den Sympathiebekundungen Tausender Internetnutzer ginge, dann ja. Aber momentan geht es eher nach dem schwedischen Rechtssystem, und vor diesem sind die Betreiber der Raubkopierer-Seite "Pirate Bay" schlicht Verbrecher, die wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen verurteilt wurden.

    Es hatte den Anschein, als sei die Verhandlung für die Angeklagten ein großer Spaß. Und auch jetzt - nach der Verurteilung - geben sich die Betreiber locker und lassen sich auf dem Nachrichtendienst Twitter wie Helden feiern. Peter Sunde hofft gar auf Demonstrationen in Schweden und bedankt sich für die Unterstützung seiner Fans.

    Aber auch wenn die Tat von Sunde und Co. wie ein Kavaliersdelikt wirken mag, so bleibt sie eben doch ein Verbrechen. Künstler wurden um ihr Honorar betrogen und die Musik- oder Filmindustrie ebenfalls. Die Verurteilung der Piraten ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Grundproblem liegt darin, dass sich Raubkopierer einfach nicht schuldig fühlen. Das geistige Eigentum wird nur wenig wertgeschätzt, und bevor sich diese Einstellung nicht ändert, werden auch die Piraten weiterhin als die Robin Hoods des Internets gefeiert.

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