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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Deutsche Bank
Ackermann

Osnabrück (ots)

Image widerlegt
Ein um 90 Prozent geschrumpftes Gehalt - was für Otto 
Normalanleger eine persönliche Tragödie bedeuten würde, dürfte 
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Alltag kaum bemerken. Blieben 
ihm für das vergangene Jahr doch immer noch rund 1,4 Millionen Euro -
gut 3800 Euro pro Tag. Wer beim Lesen des ersten Fakts noch eine 
Mischung aus Schadenfreude und Genugtuung empfunden hat, wird jetzt 
möglicherweise auch wieder eine Spur Neid verspüren. Und sich die 
Frage stellen: Ist nicht auch diese Summe noch viel zu hoch? 
Schließlich schloss die Deutsche Bank das Jahr 2008 mit einem 
Milliardenverlust ab.
Doch die Leistung eines Managers misst sich nicht allein an 
einzelnen Quartalsergebnissen. Klar, Verluste tun weh. Doch für 
Ackermann spricht, dass die Deutsche Bank in den Wirren der 
Finanzkrise bislang mit einem blauen Auge davongekommen ist - und 
keine Staatshilfe benötigt. Schon jetzt deutet sich eine Rückkehr in 
schwarze Zahlen an. Gleichwohl ist es erfreulich, dass Ackermann sein
ramponiertes Image widerlegt und als Zeichen der Solidarität wie 
angekündigt freiwillig auf millionenschwere Bonuszahlungen 
verzichtet. Die raffgierigen Manager des US-Konzerns AIG mussten dazu
erst durch öffentlichen Druck gezwungen werden.

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: 0541/310 207

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