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Neue OZ: Kommentar zu Irak
Steinmeier

Osnabrück (ots)

Wie ein heimlicher Kanzler
Das Angebot zu freundschaftlichen und engen wirtschaftlichen 
Beziehungen hatten Iraks Präsident Talabani und Premier Maliki 
Deutschland schon lange unterbreitet, nur die Regierung in Berlin 
drückte und wand sich. Bundesaußenminister Steinmeier macht nun damit
Schluss. Der Irak-Krieg oder die deutschen Waffenlieferungen an 
Saddam sind auch Geschichte. Die Zukunft benötigt ein neues Kapitel. 
Und dieses hat Steinmeier aufgeschlagen - endlich.
Souverän und staatsmännisch trat er in Bagdad auf, wo er als 
Türöffner für die deutsche Wirtschaft fungierte. Bundeskanzlerin 
Merkel, aber vor allem die breite deutsche Öffentlichkeit dürfte 
spätestens jetzt erahnen, dass der SPD-Politiker nicht aus Spaß für 
das Kanzleramt kandidiert.
 Der deutschen Wirtschaft wird auch nicht entgangen sein, dass 
Frankreichs Staatspräsident Sarkozy den Irak zur Chefsache erklärt 
hat. Schließlich geht es im Zweistromland nicht um Entwicklungshilfe 
oder Brunnenbau, sondern um Milliarden-Geschäfte.
Noch ist die Sicherheitslage nicht perfekt, aber der Irak befindet
sich nicht mehr in einer Abwärtsspirale. Die USA und Großbritannien, 
aber auch China wissen um die Chancen. So drängt sich der Eindruck 
auf, Merkel weilt in Berlin, während Steinmeier in Bagdad den 
heimlichen Kanzler gibt.

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Telefon: 0541/310 207

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