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Neue OZ: Kommentar zu Mathematik-Test

    Osnabrück (ots) - Mit dem zwölften Platz beim weltweiten Mathematik-Test können die Deutschen zufrieden sein, wenngleich durchaus noch Steigerungen möglich sind. Die Bildungsforscher haben den Viertklässlern und ihren Lehrern sicher kein Spitzenzeugnis ausgestellt, sondern siedeln sie eher im vorderen Mittelfeld an. Doch von einem Mangelhaft, das sich teilweise aus dem Mathe-Test für Achtklässler vor zehn Jahren ergab, sind die Grundschüler weit entfernt. So etwas wie ein PISA-Schock mit aufgeregten Nachfolge-Diskussionen bleibt also aus. Ebenso wenig besteht Anlass, aufgrund der Vergleichsstudie den ideologisch geführten, aber oft unfruchtbaren Dauerstreit über die richtige Schulstruktur neu anzufachen.

    Vielmehr sollte das Ergebnis des Mathematik-Tests Ansporn sein, noch besser zu werden. Es gilt, dem Vorbild der Weltspitze in Fernost zu folgen und den Lernvorsprung der Schüler aus Singapur, Taiwan, Japan und Hongkong einzuholen.

    Dafür ist es hilfreich, dass nun mit dem Schultest TIMSS in Deutschland überhaupt erstmals eine international vergleichbare Untersuchung der Rechen-Leistungen von Viertklässlern vorliegt. Wo genau deutsche Lehrer die Unterrichtsinhalte optimieren können, lässt sich allerdings erst feststellen, wenn die komplette Studie vorliegt und im Detail ausgewertet werden kann.

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