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Saarbrücker Zeitung: Opposition will Null-Promille-Grenze für Autofahrer

Saarbrücken (ots) - Wer Alkohol getrunken hat, soll sich nach dem Willen von Grünen und Linken künftig nicht mehr ans Steuer setzen dürfen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) berichtet, fordert die Opposition für alle Autofahrer die Einführung der Null-Promille-Grenze in Deutschland. Noch vor der Sommerpause soll sich der Bundestag mit dem Vorstoß beschäftigen. Begrüßt wurde der Plan auch in der SPD.

Der Verkehrsexperte der Grünen, Stephan Kühn, sagte der Zeitung: "Wir haben eine klare gesellschaftliche Akzeptanz für null Promille." Die Grünen würden daher vor der Sommerpause einen Antrag für eine Gesetzesänderung in den Bundestag einbringen. Auch die Verkehrsexpertin der Linken, Sabine Leidig, plädierte für die Einführung der Null-Promille-Grenze. Immer wieder zeige sich, "dass Menschen nach dem Konsum von Alkohol nicht einschätzen können, ob sie noch ausreichend Reaktionsfähigkeit besitzen, um ein Auto sicher im Verkehr zu steuern", so Leidig. SPD-Verkehrsexpertin Kirsten Lühmann sagte der Zeitung: "Das ist ein gutes Vorhaben. Es steht aber nicht im Koalitionsvertrag." Gleichwohl sei die Zeit reif "für den Beginn einer gesellschaftlichen Debatte dazu".

In Deutschland gilt bislang die 0,5-Promille-Grenze. Nur Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen keinen Alkohol getrunken haben, wenn sie sich ans Steuer setzen.

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