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Saarbrücker Zeitung: Pöttering macht Medien für Europawahlmüdigkeit verantwortlich - Parlamentsarbeit "nicht sexy genug"

    Saarbrücken (ots) - Der Präsident des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), hat die Medien für ein mangelndes öffentliches Interesse an der Europawahl verantwortlich gemacht. Die Medien seien immer noch zu stark auf die nationale Ebene fixiert, sagte Pöttering der "Saarbrücker Zeitung"  (Mittwoch-Ausgabe). "Die Sacharbeit des Europäischen Parlaments ist den Medien oftmals nicht sexy genug." Dabei würden die EU-Abgeordneten bereits über 75 Prozent der europäischen Gesetzgebung entscheiden, auf deren Basis wiederum ein großer Teil der deutschen Gesetze beruhe.

      Insbesondere das Fernsehen müsse die Europaabgeordneten stärker
in die politische Berichterstattung einbinden, verlangte Pöttering.
"In den wichtigsten deutschen Talkshows  sitzen fast nie
Europa-Abgeordnete, obwohl sie zu den jeweiligen Themen sicher eine
Menge beitragen könnten". Er fordere die Medien dazu auf, dass sie
Persönlichkeiten der Europäischen Union stärker in ihren Berichten
und Sendungen berücksichtigten. "Und das nicht nur, wenn gerade eine
Europawahl ansteht", sagte Pöttering.

    Klar sei allerdings auch, dass die Europapolitik zu einem größeren Bestandteil der nationalen Parteipolitik werden müsse. "Das ist eine Aufgabe, die wir Europa-Parlamentarier gemeinsam mit unseren   nationalen Kolleginnen und Kollegen in den Parteien lösen müssen", erklärte Pöttering.

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