Klinik für Prostata-Therapie Heidelberg

Klinik für Prostata-Therapie setzt auf Echtzeit-Elastographie
Schonende Diagnostik kann künftig die Prostata-Biopsie ersetzen

Heidelberg (ots) - Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie hat sich seit rund 15 Jahren auf schonende Therapieverfahren bei Prostata-Erkrankungen spezialisiert. Klinikchef Dr. Joachim-Ernst Deuster gilt als Pionier in der Branche und war einer der ersten, der den grünen Laser in Deutschland bei der gutartigen Prostata-Vergrößerung (benigne Prostata-Hyperplasie) zum Einsatz brachte. Inzwischen gibt es alleine in Deutschland rund 100 Kliniken, die auf diese Technik setzen.

Bei der bösartigen Vergrößerung, dem Prostata-Karzinom, setzte Deuster ebenfalls als erster in Deutschland auf hochfokussierten Ultraschall nach dem HIFU-Prinzip. Hierbei wird die Prostata von einer Sonde, die in den Enddarm eingeführt wird, so mit Ultraschall bestrahlt, dass das Tumorgewebe sich gezielt erhitzt und zerstört wird. "Zu einer schonenden Prostata-Therapie gehört aber auch eine schonende Diagnostik", meint der Heidelberger Urologe. Während in der Branche meist eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen wird - Urologen sprechen hier von einer Biopsie - lassen sich Tumorzellen auch im Blut nachweisen. Und mehr noch: Per Ultraschall kann man völlig unblutig und ohne Gewebe-Entnahme die Tumor-Areale ausmachen, die härter als das umgebende, gesunde Gewebe sind. Dazu führt der Urologe rektal über den Enddarm eine Spezialsonde ein und setzt die Prostata damit von Hand leicht unter Druck. Durch eine leichte Kompression und Dekompression und das gleichzeitige Beschallen mit Ultraschall entsteht ein spezielles Echo, bei dem der Tumor auf dem Bildschirm als dunkle oder dunkelblaue Fläche erscheint. "Wir waren in der Metropolregion die ersten, die auf das vielversprechende Verfahren der Echtzeit-Elastographie in der Urologie gesetzt haben", erklärt Dr. Joachim-Ernst Deuster. Mehr als 300 Patienten seien in der Klinik für Prostata-Therapie seit Februar dieses Jahres erfolgreich mit dem Hitachi-Gerät untersucht worden. Es berechnet die relative Elastizität des Gewebes und legt diese Information als farbige Maske über das konventionelle Ultraschall-Bild. Starre Strukturen wie Tumor-Areale erscheinen blau und die leichter verformbaren, gesunden Strukturen rot.

Ist ein Elastrographie-Befund auffällig und geben auch die Blutuntersuchungen Anlass zur weiteren Untersuchung, kooperiert Deuster mit radiologischen Instituten in Stuttgart und Offenbach, um dort die Prostata-Drüsen mittels Magnetresonanz-Spektroskopie (MR-Spektroskopie) weiter untersuchen zu lassen. Erste Ergebnisse, so erklärt Dr. Thomas Dill von der Prostata-Klinik im neuen Medizinischen Zentrum Heidelberg-Bergheim, sprechen von einer guten Übereinstimmung der Elastographie- und der MR-Befunde. Es werde nicht lange dauern, bis man vermutlich ganz auf die unangenehme und oft risikobelastete Biopsie verzichten könne.

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