IGBCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
IGBCE klare Siegerin der Betriebsratswahlen
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Drei von vier Mandate gewonnen:
IGBCE klare Siegerin der Betriebsratswahlen
Deutschlands zweitgrößte Industriegewerkschaft IGBCE ist als klare Siegerin aus den Betriebsratswahlen in den Branchen ihres Verantwortungsbereichs hervorgegangen.
Gut drei von vier Mandate gingen an IGBCE-Mitglieder, unter den Betriebsratsvorsitzenden sowie den freigestellten Belegschaftsvertreterinnen und -vertretern liegt die Quote sogar bei annähernd 90 Prozent. Das hat eine erste Auswertung der Wahlergebnisse aus bundesweit gut 1600 der insgesamt 3000 Betriebe aus den IGBCE-Branchen ergeben, in denen im Zeitraum März bis Mai 2026 rund 25.000 Betriebsräte gewählt worden sind.
„Das ist ein souveräner Wahlsieg und ein Zeichen tiefen Verwurzelung der IGBCE in den Belegschaftsvertretungen“, sagte der für Betriebsräte verantwortliche Vorstand Oliver Heinrich, der die Zwischenergebnisse im Beirat der IGBCE vorstellte. „Dass die Ergebnisse im Vergleich zu den letzten Wahlen vor vier Jahren stabil geblieben sind, zeigt das ungebrochen große Vertrauen der Beschäftigten in die Arbeit der IGBCE und ihrer Betriebsrätinnen und Betriebsräte.“
Der klare Wahlsieg sei umso positiver zu bewerten, da die Wahlbeteiligung gegenüber der vor vier Jahren deutlich gestiegen ist. Mit gut 64 Prozent lag sie deutlich höher als bei durchschnittlichen Kommunalwahlen. „Das Ergebnis ist der Erfolg unserer engagierten Wahlkämpferinnen und -kämpfer, die sich nun mit vollem Engagement der Arbeit im Betrieb widmen können“, so Heinrich. Gut 32 Prozent der Gewählten sind neu im Amt, 6 Prozent unter 30 Jahre alt. Mit rund 30 Prozent Frauen liegt ihr Anteil in den Betriebsräten leicht über dem in den Betrieben insgesamt.
Rechte Listen oder Einzelkandidaten haben in den IGBCE-Betrieben keine Rolle gespielt. „Dass die Rechtspopulisten in diesen Betriebsratswahlen zum Sturm auf die Betriebsräte ansetzen würden, war ein reines Medienphänomen“, machte Heinrich deutlich. Gerade in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage mit Sorgen um den Arbeitsplatz und den Herausforderungen der Transformation vor Augen wollten die Menschen im Betrieb Problemlöser, keine Sprücheklopfer.
Genau diese Gemengelage sieht Heinrich in der neuen Wahlperiode als größte Aufgabe für die Betriebsräte. „Wir gehen gestärkt an die Arbeit, aber nicht beruhigt. Dazu ist die Lage in vielen Betrieben viel zu kritisch“, so das Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz, jeden Standort und im Zweifel auch um ganze Branchen, die zu verschwinden drohen, wenn wir uns nicht wehren.“
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