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WAZ: Nordrhein-Westfalen will Ladenschluss während der Fußball-WM freigeben – Gewerkschaft Verdi spricht von „Rechtsbruch”

Essen (ots)

Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin
Christa Thoben (CDU) will während der Fußball-Weltmeisterschaft den
Ladenschluss freigeben. „Nach den Erfahrungen mit dem Weltjugendtag
werde ich dafür eintreten, die Öffnungszeiten in der Zeit vom 9. Juni
bis 9. Juli 2006 landesweit freizugeben”, sagte Thoben der
Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Ich sehe die
Weltmeisterschaft als ein herausragendes Großereignis für Deutschland
an, bei dem wir uns wie beim Weltjugendtag 2005 in Köln als
weltoffener und unbürokratischer Gastgeber zeigen wollen”, begründete
Thoben ihren Vorstoß. An spielfreien Sonn- und Feiertagen sollen die
Geschäfte allerdings geschlossen bleiben. Thoben will auf eine
Ausnahmeregelung zurückgreifen, die „ein dringendes öffentliches
Interesse” voraussetzt. Bei der Gewerkschaft Verdi löste Thobens
Vorstoß scharfe Kritik aus. Die Ministerin missbrauche einen
Paragraphen, der eigentlich für die Versorgung der Bevölkerung in
Notlagen gedacht sei, sagte Verdi-Einzelhandelsexperte Folkert
Küpers. „Das ist gezielter Rechtsbruch der Landesregierung”, sagte
Küpers der WAZ. „Die Fußball- WM ist nicht die Oderflut.”
Nordrhein-Westfalen stellt mit den Stadien in Dortmund, Gelsenkirchen
und Köln gleich drei WM-Standorte.

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