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WAZ: Mehr Druck auf dem Kessel - Kommentar von Michael Kohlstadt zur Luftqualität

Essen (ots) - Es wird ernst im Kampf um sauberere Luft in unseren Straßen. Nach der ersten Klagewelle gegen 16 Städte vor zwei Jahren nimmt die Deutsche Umwelthilfe nun 45 weitere Kommunen ins Visier. An ausgewählten Messpunkten liegt hier die Belastung mit dem gesundheitsschädlichen Stickstoffoxid-Gas ebenfalls auf bedenklich hohem Niveau.

Dass die Umwelthilfe den Kreis der Betroffenen deutlich ausweitet, war nur eine Frage der Zeit. Drei Wochen nach dem aus Sicht von Umwelt- und Verbraucherschützern enttäuschenden Ergebnis des Berliner Diesel-Gipfels wollte der klagefreudige Lobbyverband um den erfahrenen Ökokämpfer Jürgen Resch mehr Druck auf den Kessel geben. Dieser Plan könnte aufgehen. Die Umwelthilfe treibt Behörden, Städte und Politiker vor sich her. Die Entscheidung über die Sauberkeit der Luft liegt aktuell bei den Gerichten.

Das kann es nicht sein. Denn die Politik muss handeln. Besonders wir hier im Ruhrgebiet sollten uns für saubere Luft stark machen. Die vergleichsweise moderaten Belastungswerte im Revier sollte uns ermutigen: Der Weg zu besserer Luft in Essen, Bochum & Co. ist um einiges kürzer als dort, wo der Himmel angeblich schon immer blau war.

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