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WAZ: Der Erfolg ist schwer messbar. Kommentar von Theo Schumacher

Essen (ots) - Hannelore Kraft beugt vor - so ließe sich das Kernprojekt der Ministerpräsidentin überschreiben. Politisch angreifbar ist es kaum. Wer wollte etwas dagegen sagen, dass in den Städten benachteiligte Familien unterstützt, Hilfsangebote vernetzt und Strukturen geschaffen werden, die soziale Defizite früher erkennen und bestenfalls beheben? Eigentlich ist der Gedanke der Prävention so selbstverständlich, dass man sich fragt, warum er so lange vernachlässigt wurde. Anders als bei den umstrittenen Milliarden-Investitionen von Rot-Grün in gebührenfreie Unis oder Gratis-Kitas kostet "Kein Kind zurücklassen" wenig Geld. Ob es Erfolg hat oder nicht, mit dieser Bewertung muss man nach gut zwei Jahren noch vorsichtig sein. Fraglich ist auch, ob die "Präventionsrendite" je in Euro und Cent messbar sein wird. Aber der Versuch lohnt sich, wenn Kinder in Nordrhein-Westfalen die Chance bekommen, die sie verdienen.

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