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WAZ: Wie staatsnah soll die Bahn sein? Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Bundesbahn hieß dieser Staatsbetrieb, der bis 1993 in der verklärten Erinnerung seiner Fahrgäste so viel besser gemacht hat als die Bahn AG heute. Das ist nachweislich falsch. Vor allem, weil es damals eine Schulden-Bahn war auf Kosten der Steuerzahler und ihrer Kinder. Heute ist der Staat immer noch Eigentümer der Bahn. Nur soll sie näher am Markt arbeiten. Wie nah? EU und Kartellamt fragen das immer drängender. Ihr Verdacht: Wenn 390 Privatbahnbetriebe das Staatsnetz nutzen müssen und die staatlichen Bahnhöfe, werden sie dann nicht vom Staatsbetrieb, dem sie Konkurrenz machen, benachteiligt? Mutmaßliche Tricks sind zu klären. Auch, wie weit Netz und Betrieb zu trennen sind. Am Ende steht die Frage: Brauchen wir die Bahn aus einer Hand oder eine der Vielfalt? Einfache Antworten gibt es nicht. Lösungen zulasten der Kunden müssen ausgeschlossen werden.

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