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05.02.2013 – 19:38

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Vier Euro für die Glaubwürdigkeit. Kommentar von Christopher Onkelbach

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Frau Höhns Suche nach einem Praktikanten kann man als Paradebeispiel dafür nehmen, wie rasch man sein wichtigstes politisches Kapital versenken kann: Glaubwürdigkeit. Sicher, 400 Euro im Monat sind für einen Praktikanten-Job nicht schlecht. Viele Arbeitgeber bezahlen weniger oder nichts und freuen sich über einsatzwillige, wissbegierige und billige junge Leute. Dennoch hat die erfahrene Grüne einen Fehler gemacht. Wer Gerechtigkeit fordert und seit Jahren für einen Mindestlohn von 8,50 Euro kämpft, kann sich nicht selbst mit einer Bezahlung von vier Euro aus der Affäre ziehen. Höhn verspielte dadurch Vertrauen, das sie nur sehr mühsam wiedergewinnen kann. Schlimmer noch: Sie muss sich, selbstverschuldet, Häme und Kritik gefallen lassen. Unter anderem ausgerechnet von der FDP, die Mindestlohn nicht einmal aussprechen möchte. Wie wäre es also mit einem Mindestlohn für Praktikanten?

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