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WAZ: Dortmund flutet Industriebrache - Phoenix aus der Asche. Kommentar von Annika Fischer

Essen (ots) - Hätte die Hütte nicht schon über 100 Jahre so geheißen, man hätte den Namen nicht besser erfinden können: Phoenix, der mythologische Vogel, der verbrennt, um wieder aufzuerstehen, verleiht Dortmunds Strukturwandel Flügel. Wo auf Phoenix-Ost das letzte Stahlwerk der Stadt seinen letzten Abstich erlebte und der Stadtteil Hörde seither einen weiteren Absturz, wird die Brache nun geflutet; es entsteht ein See. Und kaum 2000 Meter weiter auf Phoenix-West ein Technologiepark, der bei aller Technik tatsächlich auch ein Park sein wird.

Prestigeprojekte sind sie beide, mit Außenwirkung, aber auch mit Bedeutung nach innen: Hörde hofft auf einen Aufschwung, auf neue Kaufkraft, die das Wohnen am Wasser mit sich bringt. Und die Bürger, das ist überall zu spüren, freuen sich auf dieses Stück Natur mit seinen Freizeitmöglichkeiten, und sei es noch so künstlich. Wo sie können und dürfen, nutzen sie es jetzt schon. Nicht ohne Grund entschuldigt sich die Stadt bereits, dass wegen der Sicherheit "nur" 30.000 zum Seefest geladen sind.

Sie feiern den Mut, die Montanvergangenheit auf diese Weise untergehen zu lassen. Der Himmel über der Ruhr wird wieder blau? In Dortmund auch das Land darunter.

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