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WAZ: Schönheit auf Leben und Tod. Kommentar von Jens Dirksen

    Essen (ots) - Als man die Hygiene erfand, war sie eine Frage auf Leben und Tod. Seit sie den meisten Menschen hierzulande in Fleisch und Blut übergegangen ist, gibt es auch ein Hygiene-Museum in Dresden. Und das betont, in seinen heutigen Ausstellungen den großen Fragen der menschlichen Existenz nachzugehen. In der aktuellen Sonderschau kümmert sich das Museum um den Wandel der Schönheitsnormen im Laufe der Menschheitsgeschichte. Existenziell, denkt man, war die Schönheit doch nur in den Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, mit Schneewittchen und so.

    Aber dann fällt einem ein, wie vielen Mädchen und Frauen der Schönheitswahn so sehr in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass sie sich zu Tode gehungert haben. Wir leben eben in Zeiten, in denen man nur hoffen kann, dass das Zeigen irgendwann geholfen haben wird.

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