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WAZ: Arbeitslose als Neu-Unternehmer - Kommentar von Ulf Meinke

    Essen (ots) - Alle reden über Hartz IV. Seit fünf Jahren lebt das Land mit den Reformgesetzen, die den Arbeitsmarkt revolutionieren sollten. Hartz IV polarisiert - und zwar in einem solchen Maße, dass gelegentlich vergessen wird, was sonst noch hilft oder schadet im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit. Es ist verdienstvoll, dass die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet die Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit und Unternehmensgründungen beleuchtet haben. Dass ausgerechnet die Wirtschaftskrise eine Ursache für den Schritt in die Selbstständigkeit ist, mag auf den ersten Blick verblüffen. Auf den zweiten Blick wird eine bemerkenswerte Mentalität sichtbar: Viele Menschen, deren Job bedroht oder verloren ist, wollen die Dinge selbst in die Hand nehmen. Sie geben nicht auf, sondern packen an. Richtig ist allerdings auch, dass Ehrgeiz und eine gute Geschäftsidee allein nicht ausreichen, um eine Firmengründung zum Erfolg zu bringen. Die Banken müssen ebenfalls mitspielen und in Zeiten der Finanzkrise das erforderliche Startkapital zur Verfügung stellen. Auch in diesem Sinne ließe sich Fördern und Fordern verstehen.

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