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WAZ: Bohrende Fragen - Kommentar von Walter Bau

    Essen (ots) - Haben Sie am Wochenende Ihre Haustür besonders sorgfältig verschlossen? Oder beim Halt an der Ampel das Auto verriegelt? In der Fußgängerzone die Passanten misstrauisch gemustert? So ging es vielen. Die Flucht zweier Schwerverbrecher, die mehrfach Geiseln nahmen und Autos kaperten, hielt die Menschen im Ruhrgebiet in Atem. Verunsicherung und Angst in der Region waren groß.

      Es ist deshalb sicher kein Zufall, dass der entscheidende Tipp,
der zur Festnahme eines der Flüchtigen führte, aus der Bevölkerung
kam. Der Druck auf die Polizei, die Ausbrecher schnell dingfest zu
machen, nahm seit der Flucht am Donnerstag ständig zu.
Dementsprechend war der Aufwand, den die Polizei betrieb, enorm.
Trotzdem blieb gestern bis zum späten Abend die Fahndung nach dem
zweiten Mann erfolglos.

      Bohrende Fragen muss sich aber vor allem der Justizvollzug
gefallen lassen. Wie kam das Duo Heckhoff/Michalski an ein Messer?
Wie kann es sein, dass die Inhaftierten mehrere Sicherheitsschleusen
überwinden konnten? All dies muss vorbehaltlos aufgeklärt werden.
Sonst droht womöglich schon bald der nächste Ausbruch.

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