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WAZ: Ministerpräsidenten der Opel-Länder warnen Bund vor Kurswechsel

    Essen (ots) - Die vier Bundesländer mit Opel-Standorten warnen eindringlich vor einem möglichen Scheitern des Zukunftskonzepts für den angeschlagenen Autobauer, sollte die neue schwarz-gelbe Bundesregierung kurzfristig ihren Kurs ändern. Das geht aus einer Übereinkunft der Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (NRW), Roland Koch (Hessen), Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) und Dieter Althaus (Thüringen) hervor, die der Essener WAZ-Gruppe vorliegt (Freitagausgabe). Bei einem "Abbruch des nahezu erfolgreich abgeschlossenen Prozesses" zur Suche nach einem Investor bestünden "größte Risiken für die Zukunftsfähigkeit" von Opel, heißt es in dem Schreiben der vier Länderregierungschefs. Die Ministerpräsidenten verweisen darauf, dass der Brückenkredit für Opel bereits Ende November auslaufe. Sie bekräftigten ihre Unterstützung für eine Übernahme von Opel durch den Autozulieferer Magna und die russische Sberbank. Die Entscheidung zu einem Verkauf von Opel solle nun "zeitnah vollzogen" werden. Der FDP-Politiker Dirk Pfeil, Beiratsmitglied der Opel-Treuhand, hatte kürzlich von der Möglichkeit einer Revision der Regierungsposition für die Opel-Übernahme gesprochen.

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