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WAZ: (Fast) alte Verhältnisse. Kommentar von Rolf Potthoff

    Essen (ots) - Das Ruhrgebiet ist wieder sehr rot. Zehn Jahre nach ihrem Desaster bei der Kommunalwahl 1999, bei der die SPD Rathäuser in Serie an die Union verlor, scheinen alte Verhältnisse (fast) wieder hergestellt.

        Dortmunds OB-Posten locker gehalten, Essen zurückerobert,
Gelsenkirchens CDU-OB-Kandidaten ein bemitleidenswertes Abschneiden
beschert, usw. - die Landes-SPD hegte trotz banger Erwartung die
Hoffnung, über das Revier wieder Tritt zu fassen - es trat wohl ein.

      Und offenbar wäre das landesweite Ergebnis der SPD, das eins
ihrer schlechtesten bei einer Kommunalwahl in NRW war, noch
schlechter ausgefallen, hätte die Partei nicht gerade in den
Ruhrgebietsstädten gepunktet.

      Der Freude der Union, stärkste Kraft geblieben zu sein, wirkt
hohl. Sie hat die für sie bittere Einsicht gewinnen müssen: Es ist
ihr nicht gelungen, den historischen Wahlsieg von 1999 in eine
strukturelle Mehrheit im Ruhrgebiet umzumünzen.

      Das hat Auswirkungen auf die Landtagswahl im Mai 2010. Nicht
wenige geben sich sicher, Rüttgers werde die (schwarz-gelbe) Amtszeit
fortsetzen können. Seit Sonntag ist das so sicher nicht.

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