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WAZ: Staatshilfe ist berechtigt - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Die Angst geht um bei den Opel-Mitarbeitern, nicht nur in Bochum, sondern in allen deutschen Werken. Noch nie war die Sorge vor der Pleite berechtigter als in diesen Tagen. Monat für Monat verbrennt die Muttergesellschaft General Motors in den Vereinigten Staaten Milliarden-Beträge, nicht einmal die Pleite des weltgrößten Autobauers wird mehr ausgeschlossen. In diesem Sog gibt es für die deutsche Traditionsmarke kein Halten mehr. 6000 Arbeitsplätze allein in Bochum stehen auf der Kippe. Selbst die Nokia-Pleite würde dagegen verblassen.

      Wer auch immer staatliche Eingriffe kritisiert - und dafür gibt
es viele Gründe - der sollte sich im Fall von Opel zurücknehmen. Nach
und nach haben sich gestern die Ministerpräsidenten der Länder
Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen für hohe Bürgschaften
ausgesprochen. Sie wissen offenbar um den Ernst der Lage bei Opel.

      Die Frage ist nur, wann auch der Staat mit seinen
Risiko-Übernahmen an Grenzen stößt. In diesen Tagen ist damit zu
rechnen, dass schon bald eine neue Branche aufschreit, die bis jetzt
noch niemand auf der Rechnung hatte. Und dann?

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