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WAZ: Amnesty International bemängelt Aufklärung von Todesfällen in Deutschland

Essen (ots)

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International
kritisiert die Aufklärung von tödlichem Gewaltmissbrauch durch 
Polizisten in Deutschland. "Wenn Menschen zu Tode kommen, dann muss 
das besser aufgeklärt werden", sagte die Generalsekretärin von 
Amnesty International in Deutschland, Barbara Lochbihler, der in 
Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, 
Mittwochausgabe). "Dazu muss es Ausschüsse geben, in denen auch 
Nicht-Polizisten sitzen. Das fordern übrigens nicht nur wir, sondern 
auch die Vereinten Nationen", so Lochbihler weiter.
 Lochbihler bezog sich dabei auf einen Todesfall in Dessau und zwei 
Todesfälle in Hagen. Nachdem ein Mann aus Sierra Leone im 
Polizeigewahrsam in Dessau verbrannt war, beklagt Lochbihler: "Das 
Strafverfahren läuft ziemlich schleppend, weil sich keiner der 
beteiligten Polizisten erinnern kann."
 In Hagen waren binnen eines Jahres ein Franzose afrikanischer 
Herkunft und ein Türke nach Fesselung durch Polizisten gestorben. In 
diesem Fall kritisiert Lochbihler die Staatsanwaltschaft: "Wir 
wundern uns, warum die Staatsanwaltschaft mit dem zweiten Fall nicht 
von selbst an die Öffentlichkeit gegangen ist."
 Lochbihler hatte am Dienstag in Berlin den Amnesty-Jahresbericht 
2008 zur weltweiten Lage der Menschenrechte vorgestellt.

Pressekontakt:

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Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de

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