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WAZ: Die WestLB und der Neue. Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - 100 Tage bekommt jeder - nur Heinz Hilgert nicht. Wegen der staatlichen Rettungsaktion für die WestLB muss der neue Chef schon am 8. August einen exakten Sanierungsplan bei der EU vorlegen. Das ist mächtig ambitioniert, passt aber zu dem nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein leidenden Manager: Heinz Hilgert als Hans Dampf. Abwarten muss man freilich, ob Hilgert alles so viel besser macht wie die ebenfalls ambitioniert gestarteten Vorgänger Jürgen Sengera und Thomas Fischer. Die Chance jedenfalls hat er. Als Manager, der aus dem Bereich des genossenschaftlichen Bankgeschäfts kommt, weiß er vielleicht besser als seine Vorgänger um die richtige Ansprache der Sparkassen, die nicht nur Eigentümer der Bank sind, sondern auch deren Dienstleistung erwarten dürfen. Die Hoffnung, die WestLB sei von Stund' an eine politikfreie Bank, die nur noch nach dem Rechenschieber tickt, ist gewagt. Schon heißt es, die Absage an die IKB sei auf Druck der Sparkassen zu Stande gekommen, weil denen der Deal allzu sehr nach Privatbank roch.

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